Technikerschüler besuchen Prüflabor

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Angela Saller | 432 Aufrufe

Kategorien: Ausbildung

Technikerschüler besuchen Prüflabor

Die Firma CSA gibt Einblicke in ihre Tätigkeitsfelder     

Mittlerweile ist der Besuch der Abschlussklasse der Technikerschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität bei der Firma CSA in Straßkirchen Tradition. In Begleitung des Schulleiters StR Wolfgang Schwanzer und des Lehrers im Fach Fahrzeugtechnische Kommunikationssysteme StR Wolfgang Buchner, bekamen die angehenden Techniker für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität einen Einblick in die immer bedeutender werdende Welt der EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit). Damit nutzt die Technikerschule die Chance, wichtige Inhalte der Unterrichtsfächer „Fahrzeugtechnische Kommunikationssysteme“, „Fahrzeugtechnische Systeme“ und „Messtechnik“ in der praktischen Anwendung zu erleben. EMV wird im Lehrplan gefordert, kann aber im Unterricht nur theoretisch abgehandelt werden. Umso wichtiger ist es für die Schüler, die Relevanz der Thematik vor Ort zu erkennen.

Alle elektrischen Bauteile müssen von Gesetzes wegen geprüft werden. Durch den Betrieb eines Gerätes (z.B. eines Sensors in einem Fahrzeug) darf beispielsweise ein Mobiltelefon als Funkempfänger in unmittelbarer Nähe nicht gestört werden. Erst wenn dies gewährleistet und von einer dafür bevollmächtigten (akkreditierten) Stelle bestätigt ist, darf ein Produkt verkauft werden. Diese Zertifizierung bietet die Firma CSA an und sie ist damit in diesem Bereich Partner vieler namhafter Automobilhersteller und deren Zulieferer.

Nächstes Jahr feiert das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen. Der TÜV, so erklärte uns der Technische Leiter Eduard Stangl, besteht seit 150 Jahren, dennoch sei CSA weltweit nicht minder bedeutend. Die Firma in Straßkirchen gehört zur kanadischen Dachmarke CSA Group. Sie hat 140 Mitarbeiter und verfügt über eines der größten und modernsten Prüflabore Europas. Als weltweit agierendes Netzwerk ist die CSA von zahlreichen Stellen akkreditiert und bietet dadurch umfangreiche Prüf- und Zertifizierungsmöglichkeiten in den Bereichen Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV), Automobil/EMV, Sicherheit, Umweltsimulation, Metrologie, Drahtlose Kommunikationstechnik, Elektrowerkzeuge und Global Market Access.

Zunächst erhielten die Gäste im Rahmen einer Präsentation einen vertieften Einblick in die Aufgabenbereiche der Firma. Beim anschließenden Rundgang führte Herr Stangl durch die weitläufigen Laboranlagen, die im Wesentlichen in drei Gebäuden mit einer Fläche von über 7.260 m² untergebracht sind. Hinzu kommen zusätzlich 1.500 m² Freifeldmessanlagen. Gearbeitet wird in sieben großen Absorberhallen, in siebzehn Schirmkabinen sowie auf zwei Freifeldmessplätzen, jeweils bestückt mit modernster Prüf- und Messtechnik. Eine Erweiterung der Anlage ist in Planung.

Einen wichtigen Bereich des Unternehmens stellt die Sparte Umweltprüfung. Hier werden Bauteile und Geräte auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber äußeren Belastungen geprüft. Das Umweltprüflabor ist eine wahre Folterkammer, ist es doch bestückt mit zahlreichen Klimakammern, Temperatur-Schock-Kammern, Salzsprühtruhen, Vibrationsprüfplätzen („Shakern“) und Staubprüfkammern. Je nach Kundenwunsch werden hier die Objekte auf Herz und Nieren getestet und erhalten eine der vielen weltweit anerkannten CSA- Zertifizierungen. Jedes Elektrogerät, beispielsweise das Netzteil oder der Bildschirm eines PCs, weist eine Vielzahl von Prüfbezeichnungen auf. Hier findet sich neben dem CE- auch das CSA-Zeichen.

Die Gäste waren begeistert von dem überaus lehrreichen Nachmittag bei CSA. Sehr erfreut waren sie beim Anblick von Absolventen der Technikerschule, die in dieser Firma ihren optimalen Arbeitsplatz gefunden haben. Damit wurde deutlich, dass CSA auch für sie ein potentieller künftiger Arbeitgeber sein könnte.

Wolfgang Buchner

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