Techniker zu Gast beim Symposium der Technischen Hochschule Deggendorf

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Jürgen Vogl | 72 Aufrufe

Kategorien: Unsere Schule

Techniker zu Gast beim Symposium der Technischen Hochschule Deggendorf

Mobilität der Zukunft      

Als Gäste der Technischen Hochschule erlebten die Schüler der Technikerschule Deggendorf beider Klassen eine spannende Reise in die Mobilität der Zukunft. Bereits die Vielfalt der im Foyer vor dem Hörsaal aufgebauten Messestände gab den Schülern einen ersten Hinweis darauf, was sie an diesem Tag erwartete.

Zu Beginn der Veranstaltung hieß der Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer der THD, Prof. Dr.-Ing. Andreas Grzemba, die Gäste im Vorlesungssaal des Günther Karl Forums willkommen. Den Zuhörern, unter anderen Studenten und weitere an der Thematik interessierte Fachleute, stellte der Redner die TH Deggendorf und den Ablauf der Veranstaltung kurz dar.

In seinem Referat stellte Simon Fürst, Abteilungsleiter für die Entwicklung bei BMW, neueste Entwicklungen im Bereich vollautomatisiertes Fahren und Fahrerassistenz vor. Er betonte die Notwendigkeit sinnvoller Kooperation mit anderen Fahrzeugherstellern auf dem Weg in die Zukunft. Weitere Präsentationen befassten sich mit Fuhrparkmanagement über OBD-gestützte Datensammlung und -Weitergabe oder mit der Nutzung von Daten der Luftmessstationen zur Verkehrslenkung. Auf diesen Fachgebieten sind beispielsweise die Firmen Geotab oder die MSR-Group tätig. Hier bieten sich für die angehenden Techniker natürlich nach ihrer Ausbildung ansprechende Beschäftigungsmöglichkeiten.

Mit mobilen Schnelladestationen zur Versorgung von E-Fahrzeugen im Stadtgebiet mit Hilfe eines Liefer- und Abholdienstes befasste sich Maurice Neligian von der Firma Jolt Milkrun aus München. Fachlich bedeutsam war das Referat von Prof. Dr. techn. Michael Sternad, der neueste Erkenntnisse zur Reichweitenerhöhung von Akkus aus chemischer Sicht darstellte. Prof. Dr. Ralph Pütz von der Hochschule Landshut zeigte sich in einem engagierten Vortrag sehr kritisch der momentanen Euphorie hinsichtlich der E-Mobilität gegenüber. Er bewies anhand empirischer Studien, dass es mittlerweile auch Verbrenner-Motoren gebe, die hinsichtlich ihrer Abgaswerte als absolut sauber gelten können.

Die Mittagspause bot reichlich Gelegenheit für die Schüler, intensive Gespräche zu führen und „sich zu vernetzen“. Der Nachmittag wurde dazu genutzt, den interessierten Zuhörern erfolgreiche Modelle zur Energieeinsparung und zur Verbesserung der Mobilität in Städten, aber auch auf dem Land zu präsentieren.

Die angehenden Techniker waren sich zum Schluss der Veranstaltung einig, einen sehr facettenreichen Einblick in Entwicklungen und Trends im Bereich der Elektro-Mobilität bekommen zu haben. Damit konnten sie ihren Horizont erweitern und viele für eine umfassende Ausbildung bedeutsame Detailinformationen mitnehmen. Schulleiter StR Wolfgang Schwanzer äußerte die Hoffnung, auch im nächsten Jahr wieder eine Einladung zum Symposium der THD, dann vielleicht im neuen Campus in Plattling, zu erhalten.

Johannes Günthner, Martin Kettl

Das Bild zeigt den umgebauten Mercedes Ponton, eine Projektarbeit, die die Techniker bei der Veranstaltung präsentierten.

 

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