Techniker setzen Kleintransporter instand

Veröffentlicht am 28.04.2015 | Roswitha Strohmeier | 515 Aufrufe

Kategorien: Ausbildung, Projektarbeit

Techniker setzen Kleintransporter instand

Die Schüler arbeiten im Auftrag von Infineon

Die Regensburger Niederlassung der High-Tech-Firma Infineon hatte an die Technikerschule für Fahrzeugtechnik und Elektromobilität Deggendorf den Auftrag vergeben, eine defekte Ape, einen dreirädrigen Kleintransporter aus dem Fahrzeugbestand der Firma wieder instand zu setzen. Die Ape war im Vorfeld von einer Fremdfirma auf Elektroantrieb umgebaut worden. Die dabei verwendeten Akkus waren jedoch mittlerweile defekt und sollten ausgetauscht werden.

Die Aufgabenstellung für das Team der Technikerschule, bestehend aus Franziska Nagler, Thomas Lindner und Thomas Resch, erschien zunächst überschaubar und leicht zu bewältigen. Es galt, neue Akkus zu besorgen und in die Ape einzubauen. Doch war eine baugleiche Version nicht mehr zu beschaffen und das Team musste einen Akkusatz einbauen, der einen höheren Platzbedarf aufwies. Das neue System konnte allerdings auch eine wesentlich höhere Leistung aufbringen als das alte.

Die neuen, größeren Akkus passten also nicht mehr in die vorgesehene Akkubox und für das Team stellte sich die Frage, wie dieses Problem zu bewältigen sei. Der erste Gedanke, die Akkus auf die Transportfläche der Ape zu montieren, scheiterte an der Statik des Fahrzeugs. Das Gefährt drohte nämlich mit dem zusätzlichen Gewicht „auf dem Rücken“ bei der Fahrt umzukippen. Schließlich einigte man sich darauf, den neuen Akkusatz an der bisher vorgesehenen Stelle unterzubringen und dafür die Box neu zu konzipieren und zu vergrößern. An die vorhandene Box wurde ein Erweiterungsteil angeschweißt, das für den zusätzlich erforderlichen Raum sorgt. Der Akkusatz konnte allerdings nun nichtmehr, wie üblich, in Reihe angeordnet eingebaut werden. Zwei der insgesamt acht Akkus mussten im Erweiterungsteil der Akkubox untergebracht werden. Sie wurden mit den restlichen sechs Akkus zusammengeschlossen und garantieren der Ape nun aufgrund ihrer besseren Leistung eine längere Laufzeit.

Im weiteren Projektverlauf verbesserte das Team die Fahrzeugsicherheit, indem es noch Makel an der Technik der Fahrerkabine beseitigte. So wurde die Starterbatterie, die zuvor ohne Befestigung untergebracht war, mit einem Pkw-Batteriehalter befestigt. Außerdem wurden freie Kabelstränge sortiert und ordnungsgemäß unter dem Fahrersitz fixiert. Die Firma Infineon zeigte sich dankbar für die erfolgreiche Generalsanierung ihres Fahrzeugs und lud die beiden Techniker-Klassen zu einer Firmenbesichtigung an ihrem Standort in Regensburg ein.

Franziska Nagler, Thomas Lindner und Thomas Resch

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