Techniker im Homeschooling

Veröffentlicht am 19.05.2020 | Jürgen Vogl | 154 Aufrufe

Kategorien: Keine Kategorien

Techniker im Homeschooling

Die Corona-Pandemie zwingt zu einschneidenden Maßnahmen       

Seit einigen Wochen bestimmt Corona für Schüler und Lehrer in Deutschland und vielen anderen Ländern der Erde den Alltag. Auch die Technikerschule in Deggendorf ist mit dieser Situation konfrontiert. Eine Möglichkeit, der Forderung nach Vermeidung von direkten menschlichen Kontakten nachzukommen, ist, den Unterricht nach Hause zu verlegen, also „Homeschooling“ zu betreiben.

Der Systembetreuer der Schule StD Peter Wollinger hat das Softwarepaket Office365 von Microsoft für die Technikerschule sowie die Berufsschule eingerichtet und den Schülern einen Zugang verschafft. So ist über das Programmmodul Teams eine barrierefreie Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern möglich. Die Lehrkräfte der Technikerschule haben sich sehr schnell in dieses Programm eingearbeitet und den Schülern Schulungsmaterial für den Umgang mit Teams zur Verfügung gestellt und damit das „Lernen zu Hause“ sowie einen Online-Unterricht ermöglicht.

Das Programm Teams ist eine Plattform, auf der neben dem Datenaustausch, also der Bereitstellung von Unterrichtsmaterial, von Aufgaben usw., auch die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern im Live-Chat und in Form von Telefon- und/oder Videokonferenzen stattfinden kann. Zudem kann jeder Teilnehmer über eine Bildschirmfreischaltung den Inhalt seines Desktops allen Teilnehmern anzeigen. Das ermöglicht es den Lehrern, von zuhause aus in einer Videokonferenz mit den Schülern Online-Unterricht zu gestalten, bei dem auch parallel im Lehrer-Schüler-Gespräch Fragen und Probleme besprochen werden können.

Der Online-Unterricht erfordert allerdings eine sehr disziplinierte Gesprächsführung, da es bei der Sprachübertragung über das Internet immer zu leichten Verzögerungen bzw. Verzerrungen kommt. Insbesondere für die prüfungsrelevanten Fächer hat sich das Homeschooling fast als unverzichtbar erwiesen, um die Rückstände und Defizite durch Unterrichtsausfall einigermaßen kompensieren zu können. Der Online-Unterricht wird, wie die Betroffenen rasch feststellten, zwar nie den realen Präsenzunterricht ersetzen können, ist aber in diesen Zeiten eine sehr gute Alternative, um nicht völlig im Stillstand verharren zu müssen. Er erfordert viel Disziplin und Eigenverantwortung.

Es ist nämlich von größter Bedeutung, dass die Schüler selbstständig lernen und die Aufgaben, die zur Verfügung stehen, auch wirklich sorgfältig und zeitnah bearbeiten. Zudem bereitet manchmal die technische Ausstattung Probleme: Die Server sind teilweise überlastet und in manchen Haushalten fehlt die erforderliche Hardware. Leider sind negative Auswirkungen der Situation unübersehbar. Der Alltag zu Hause gestaltet sich anders als gewohnt. Die Schüler befassen sich beispielsweise in vielen Fällen nicht in dem Maße mit ihren Lernaufgaben wie sie das im regulären Unterricht an der Schule tun würden. Natürlich bremst diese Tatsache den Lernzuwachs aus. Deshalb stellte sich bei vielen langsam auch ein Gefühl der Sehnsucht nach der Schule ein. So waren sie auch sehr zufrieden, dass ab 11. Mai Präsenzunterricht, wenn auch unter strengen Hygieneschutz-Maßnahmen, wieder ermöglicht wurde. Somit ist weiterhin viel Geduld von allen Beteiligten gefordert

Tobias Dieling, Florian Ebner, Peter Wollinger

zurück