Projektarbeit der Techniker am 3D-Drucker

Veröffentlicht am 20.05.2020 | Jürgen Vogl | 44 Aufrufe

Kategorien: Projektarbeit

Projektarbeit der Techniker am 3D-Drucker

Ein Roller Coaster als Modell       

OStRin Daniela Rieder hatte den Kontakt hergestellt. Anlässlich einer Exkursion zum „Voglwuidn Sepp“, der Achterbahn der Familie Biendl erhielten die Schüler die Gelegenheit, die technischen Details eines derartigen Geräts kennenzulernen. Auch der „Adrenalinrausch“, den eine Fahrt mit der Achterbahn erzeugt, blieb bei den Schülern in guter Erinnerung.

So wurde die Idee geboren, im Rahmen des Projektunterrichts an der Schule ein maßstabsgetreues Modell dieses Geräts anzufertigen. In diese Zeit fiel auch die Übergabe der schuleigenen, von Schülern konstruierten 3D-Drucker an das neue Projektteam. Die Einarbeitung in die Funktionsweise der für die Konstruktion der Achterbahn erforderlichen Drucker erfolgte in Heimarbeit während der Sommerferien. Nun konnten die ersten Bauteile präsentiert werden, und das Team konnte aus den bisher gewonnenen Erfahrungen die richtigen Schlüsse für die Fortsetzung des Projekts ziehen. Damit war der erste Meilenstein erreicht.

AchterbahnJetzt ging es darum, die Erfahrungen mit den 3D-Druckern mit Erkenntnissen aus dem Modellbau zu verbinden. Das gelang uns mit Hilfe unseres Partners bei der Firma Streicher/Zierer Karussellbau in der Deggenau. Im Rahmen eines Firmenbesuchs gab technischer Leiter Walter Steininger der Projektgruppe Einblick in die Funktionsweise und Entwicklung sowie den Aufbau eines Modells. Als Partner im Druckverfahren empfahl er uns Florian Otten, Geschäftsführer und Inhaber von 3D Druck Otten. Auf diese Weise erhielten wir sehr hilfreiche Unterstützung in den Bereichen Konstruktion und Druck von Achterbahnen im Modellformat. Der äußerst ambitionierte 3D-Druck-Experte hatte bisher jedoch nur Standmodelle gefertigt, da es beim Druck Probleme mit der Schienenführung gibt. Die daraus resultierende Verzögerung verhindert eine reibungslose Bewegung der Waggons.

Die Lösung dieses Problems stellte ein System namens „K’nex“ dar. Dabei handelt es sich um einen vollmodularen Bausatz für Achterbahnen, der auch dafür sorgte, dass wir Schwierigkeiten beim Bremsvorgang in den Griff bekamen. Die Firma Streicher/Zierer stellte uns Unterlagen und Pläne zum Bau und zur Funktionsweise der Achterbahn zur Verfügung. So konnten wir erforderliche Daten, wie die Topographie, die Höhenabstände der Bahn zum Gelände und den Abstand der Bahn zum „Null-Punkt“, entnehmen und in Tabellen einpflegen. Die Ergebnisse fanden beispielsweise Verwendung bei der Konstruktion der 158 Stützen.

Auch über die Steuerung des Roller Coaster machten wir uns Gedanken. Mit Unterstützung von OStR Markus Ederer konnten die ersten erforderlichen Bauteile bestimmt und die Programmierung für das Steuergerät Arduino UNO erstellt werden. Während der heißen Phase der Corona-Krise kümmerte sich die Gruppe um den nächsten Meilenstein im Projekt: Da die 3D-Drucker auch für die nächsten Jahrgänge der Technikerschule eine wichtige Rolle spielen werden, erstellten wir aussagekräftige Dokumentationen. Diese Daten können zum Schuljahresende an die Nachfolger weitergegeben werden. Ihnen wünschen wir viel Erfolg.

Stefan Knauer, Marco Merker

 

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